Zum Welttag des Buches: Meine Lieblings-Buchhandlung „Lohmarer LesArt“

Schon oft habe ich darüber nachgedacht, aber bisher noch nichts dazu veröffentlicht: Die „Welt“ sollte wissen, welch‘ wunderschöne Buchhandlung wir hier in Lohmar haben. ‚Also blogg ich doch mal darüber‘ dachte ich mir und das passt doch herrlich zum heutigen „Welttag des Buches“. Eine Ode an meinen Lieblings-Buchladen ‚Lohmarer LesArt‘, warum erfahren Sie hier…

Ein Ort zum Stöbern & Verweilen

Grundsätzlich fühle ich mich schon seit Kindertagen in Buchhandlungen und Büchereien pudelwohl. Dieser unbeschreibliche Duft nach Papier, nach Druckfarben und dem Quentchen „Zauberei“ der solch magischen Orten anhaftet, hat sich mir wohl von Klein auf ins Hirn gebrannt. Eine Welt ohne Bücher? Undenkbar. Nur E-Books? Nicht für mich. Bücher sind Duft. Sind Leben. Sind Emotionen. Und Menschen, die mit Büchern handeln sind mir persé schon mal verbunden. (Meine Tante war früher Bibliothekarin und ich erinnere mich immer gerne daran, wie ich sie als Kind ab und zu in ihrem Büchereibus habe begleiten dürfen, wenn ich zu Besuch bei ihr war.)

Im besten Fall: Mystisch

Nun leben Buchhandlungen natürlich immer durch die (und von den) Menschen, die sie betreiben. Beide gehen eine Art geheimer, rätselhafter Symbiose ein – der Ort passt sich an den Betreiber an und bietet damit ein unverwechselbares Flair an Besonderheit – wie der Charakter des oder der BuchhändlerIn. Spätestens seit Julia Roberts und Hugh Grants „Nottinghill“ ist uns das bewusst: Der „Travel Book Shop“ des zertreuten William Thacker (Hugh Grant) ist so speziell und liebenswert wie sein Besitzer. Das kommt nicht von ungefähr, steckt doch meist viel Herzblut in der Gestaltung der Räumlichkeit, der Bücher-Auswahl und insbesondere in der Beratung.

„Lohmarer LesArt“ – Buchhandlung Trapp

Genau das liebe ich auch an „unserer“ Lohmarer LesArt so. Bei Ute Trapp spürt man, dass sie liebt, was sie verkauft: Bücher, Bücher und nochmals Bücher. Aber auch die Menschen, für die diese Bücher geschaffen wurden. Andere verkaufen die typgerechte Bekleidung. Sie das typgerechte Buch. Allerdings unaufdringlich, mit Einfühlungsvermögen. Und manchmal irgendwie magisch. Zum Beispiel wenn mir nach ihrer eingehenden Beratung der oder die „Beschenkte“ hinterher sagt: „Da hast Du aber absolut meinen Lesegeschmack getroffen!“. Wie das kommt, verrate ich (meist) nicht… ;-)

Schluss mit Schilderungen – hier geht’s zur EigenArt der Lohmarer LesArt. Einige Eindrücke:

 

ute

 Interview

Ute Trapp, Buchhändlerin, Lohmarer LesArt, Buchhandlung Trapp, Hauptstr. 73, 53797 Lohmar; „Wir finden für jeden das passende Buch!“ – ein Versprechen, das sie bei mir bisher immer gehalten hat!

Interview: Ute, wir kennen uns jetzt schon einige Jahre (z.B. sind wir seit zwei Jahren gemeinsam beim Unternehmerinnen Netzwerk Lohmar aktiv), aber zunächst warst Du für mich immer „die Frau aus der örtlichen Buchhandlung mit dem gewissen Etwas“. Seit wann gibt es die „Lohmarer LesArt“, wie kam es dazu und was macht für Dich das Besondere aus?

Ich habe wie alle Buchhändler schon immer von der eigenen Buchhandlung geträumt, doch dabei ist es zunächst auch geblieben. Einige Jahre bin ich dem Buchhandel sogar komplett untreu geworden und habe in der Personalentwicklung gewirkt. Nach dem Tod meines Mannes stand aber ohnehin alles auf dem Prüfstand und 2006 fiel dann der Entschluss die eigene Buchhandlung zu gründen.
Wichtig war mir von Beginn an außer dem Verkauf von Büchern auch Begegnungsstätte und kultureller Anlaufpunkt zu sein. Denn ich war und bin überzeugt, dass man auch etwas geben muss, um ein für alle bereicherndes Miteinander zu leben. Deshalb sind mir neben einer ansprechenden Auswahl und kompetentem Service die Ansprache und der Kontakt zu unseren Kunden das Wichtigste.

Ihr seid sehr aktiv in Autorenlesungen und Abendveranstaltungen. Was reizt dich an diesen Veranstaltungen und wie ist das Feedback deiner Kunden darauf?

Nachdem wir einige Veranstaltungen hatten kamen und kommen immer wieder interessante Menschen auf mich zu, die mich mit tollen Ideen überraschen. Gemeinsam sind daraus schon viele nette Abende oder auch Nachmittage geworden. Es macht einfach Spaß auszuloten was geht und die Begegnungen  haben im Lauf der Jahre zu einigen sehr netten und interessanten Bekanntschaften geführt. Neben einigen Ankern im Veranstaltungsprogramm probiere ich immer wieder Neues. Das macht einfach Spaß und wird auch gut angenommen. Es freut mich stets, wenn zu Beginn des Halbjahres gefragt wird ob das neue Veranstaltungsprogramm bereits raus sei.

Was ist die kurioseste Anfrage oder der verrückteste Kundenwunsch, den Du bisher erhalten hast? Und – konntest du ihn dennoch erfüllen?

Da ist zum einen der Struwwelpeter auf suaheli, ein Wunsch den ich nicht erfüllen konnte. (Wie sich später herausstellte ein Streich meines alten Chefs, der weiß, dass ich mich in jede Bestellung „reinhänge“…) Zum anderen musste meine Auszubildende beim Globus von Bayern passen. Alle anderen Wünsche konnten wir  bislang meistens erfüllen.

Stell‘ Dir vor, Dir würde selbst ein Herzenswunsch für die Lohmarer LesArt erfüllt werden, welcher wäre das? Eine Veranstaltung, die du bisher noch nicht durchgeführt hast oder durchführen konntest? Ein bestimmter Autor, der hier exklusiv für dich eine Lesung macht?

Einen exklusiven Abend mit Paul McCartney und Ringo Starr im kleinen Kreis mit Fragerunde zum Thema Beatles mit einer Best of Photo-Show oder einen Abend mit Thomas Meyer, einem ungemein witzigen und kreativen Schweizer. Hier eine Lesung mit ausgiebiger Plauderstunde.

Vielen Dank für das Gespräch! Ich drücke die Daumen, dass einer dieser Herzenswünsche in Erfüllung gehen möge. ;-)

Interview/Text: © Martina Troyer, Foto: privat

 Jetzt sind Sie gefragt!

Haben Sie auch eine Lieblingsbuchhandlung bzw. einen Lieblingsbuchladen? Hat er auch etwas Magisches oder für Sie besonders Schätzens- und Schützenswertes? Sagen Sie es mir. Als Kommentar unter diesem Beitrag oder auf Twitter oder Facebook – gerne mit dem Hashtag #meinlieblingsbuchladen. Ich freue mich darauf!

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Als Event-Reporterin ist sie mit ihrem Team auf Messen, Konferenzen & Events aus Kultur, Wirtschaft und Unterhaltung unterwegs - mit Social Media & Event-Reportagen. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Einen Überblick gibt's auch auf Martina Troyer zu sehen. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

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