Sichtbarkeit erreichen – aber wie? 5 Learnings – mein Beitrag zur Blogparade der #DMW

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Wer mich kennt, weiß, dass ich seit Jahren für Networking und Sichtbarkeit von und für Frauen brenne. Jetzt haben die Digital Media Women zu einer Blogparade zum Thema „Frauen sichtbar machen“ aufgerufen und ich leiste gerne meinen Beitrag dazu:
Meine 5 Learnings nach einigen Jahren Netzwerkaktivität – rund um Sichtbarkeit und strategisches Networking…

Sichtbar werden kann man lernen

Als es mich vor nunmehr fast 8 Jahren in die Selbständigkeit zog war mir ziemlich schnell klar: „Alleine arbeiten heißt auf sich gestellt sein. Doch ein Team und Menschen, mit denen man sich (nicht nur) beruflich austauscht, das ist wichtig um zu bestehen!“. Meine ersten Networking-Aktivitäten ließen mich neugierig zu unterschiedlichsten Treffen aufbrechen. Da waren sogenannte Entrepreneur-Treffen  genauso dabei wie Online-Marketing-spezifische Stammtischtreffen. Ein erster Schritt zur Sichtbarkeit!

  • 1. Learning: Als Newcomer musst Du erstmal auf dich aufmerksam machen, wenn Du wahrgenommen werden möchtest!

Bei solchen Networking-Events traf ich immer wieder auf unterschiedlichste Teilnehmer: Die einen verteilten großzügig und im Gießkannen-Verfahren ihre Visitenkarten, aber interessierten sich nicht wirklich für Dich und das was Du tust. Andere waren eher zurückhaltend, fast schüchtern und fragten mehr als dass sie selbst über sich erzählten.

Es ist egal, welcher Typ Du bist. Auch Charaktere unterscheiden sich;  die einen sind mehr extro-,  die anderen stärker introvertiert. Allerdings solltest Du beim Networking immer bedenken, dass es aus Geben & Nehmen besteht. Das Gleichgewicht sollte stimmen.

  • 2. Learning: Gib zuerst bevor Du nimmst!

Wenn Du einige dieser Treffen besucht hast, weißt Du bestimmt, was Dir wichtig ist. Wie die Qualität der Kontakte aussieht, welche Personen, Branchen & Themen Dir wichtig sind. Und ob Dir der Austausch gefällt. Wer mehr Masse statt Klasse möchte, achtet hauptsächlich auf viele Kontakte (gleiches findet man oft auch auf XING). Wem die Qualität wichtiger ist, der wird sein Networking eventuell auf nur wenige Netzwerke fokussieren. So handhabe ich das jedenfalls, denn auf diese Weise kann ich mich auch entsprechend einbringen.

Seit Oktober 2012 bin ich Gründungsmitglied im Kölner Quartier der Digital Media Women und im Juli 2013 startete ich als Initiatorin und Mitgründerin das Unternehmerinnen Netzwerk Lohmar. Beide Netzwerke sind sehr lebendig, aber auch sehr unterschiedlich. Bei den #DMW steht die Digitalbranche im Vordergrund, beim UNL die Region. Beiden Netzwerken gemeinsam ist, dass sie die Netzwerk-Mitglieder auf verschiedenen Plattformen on- und offline, sichtbarer machen.

Beide Mitgliedschaften genieße ich sehr – auch wenn die Aktivitäten in Hoch-Zeiten durchaus eine ganze Menge Arbeit bedeutet. Dabei haben sich auch Freundschaften entwickelt, die mir wichtig sind und die ich nicht missen möchte.

Natürlich steckt man als Teil eines Organisationsteams mehr Zeit als üblich in sein Networking. Jeder so wie er kann und mag. Es hat mir  auf der anderen Seite auch schon sehr viel berufliches Weiterkommen eingebracht: Spannende Kontakte, neue Kunden, Moderations- und Vortragstätigkeiten und eben eine Bühne, die mir als Einzelselbständige viel Erfahrung und Chancen geboten hat.

  • 3. Learning: Werde sichtbar – auch auf der Bühne!

Hätte mir vor 3 Jahren jemand gesagt, dass sich mir durch mehr Sichtbarkeit auch Chancen eröffnen meine Bühnenpräsenz auf- und auszubauen, ich hätte es wohl nicht geglaubt. Ein Schubs hier und dort, die eigene Expertise einfach mal auf die Bühne zu bringen (hier und da ein aufmunterndes „Hey, Du schaffst das…!“) und dann die ersten noch etwas wackeligen, dann festeren Schritte.  Ja, klappt! Und Spaß macht es auch! Wunderbar!

Seitdem habe ich Vorträge auf der Social Media Week 2015 und 2016 gehalten, Vorträge vor Unternehmern und Unternehmerinnen zum Beispiel bei der IHK oder der Stadt Lohmar, bin mit den Digital Media Women als Speakerin bei Grey in Düsseldorf zu „Female Brands & Markenbildung“ aufgetreten – und bin im Juni als Teil eines Panels zu „Digitalisierung & Feminisierung“ im Rahmen des DPRG-Zukunftsforum auf dem Podium aktiv.

  • 4. Learning: Suche Dein Netzwerk – Deine Nische! Und wenn es etwas dauert!

Wichtig ist, dass man sich mit dem was man tut  wohl fühlt – das gilt auch in Bezug auf die Menschen mit denen man sich umgibt. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Netzwerken, denen man sich anschließen kann. Wenn Du lieber lokal oder regional mehr Sichtbarkeit erzeugen möchtest, dann empfiehlt es sich speziell nach städtischen oder Kreis- bzw. Regionen-bezogenen Netzwerken Ausschau zu halten. AnsprechpartnerInnen können da zum Beispiel neben der Wirtschaftsförderung der Städte und Kommunen auch die Gleichstellungsbeauftragten sein.

Manche Netzwerkerin wird vielleicht etwas länger suchen um genau das zu finden, wonach sie sucht. Gut Ding will Weile haben!

  • 5. Learning: Sei selbstbewusst und kenne Deine Ziele!

Im Grundsatz haben mir die Rückmeldungen aus unserem Unternehmerinnen Netzwerk Lohmar gezeigt, dass sich Netzwerkerinnen in erster Linie für folgende Faktoren interessieren:

  • Kennenlernen und gemeinsamer Austausch zu speziellen (verbindenden) Themen
  • Wissen miteinander teilen
  • Fragen stellen dürfen (auch kritische oder vermeintlich „dumme“ [Anm.: … die es nicht gibt, nur dumme Antworten! 😉 ])
  • Empfehlungsmarketing ankurbeln
  • auf interessante Personen/Dienstleistungen/Produkte aufmerksam werden und machen (!)

Dabei „sichtbar“ zu werden ist für viele ein interessanter Nebeneffekt, meist aber nicht Hauptziel. Das ist schön – und ausbaufähig.
(So erlebe ich es jedenfalls häufig in meinen Coachings, Beratungen oder bei Seminaren, wenn es um Webstrategie geht.)
Denn wir sollten uns gemeinsam dabei unterstützen und gegenseitig motivieren, finde ich.

Sichtbarkeit ist nicht nur eine Nebensache, sie ist ein strategisches Instrument, das gerade wir Frauen noch intensiver einsetzen sollten. Es ist ganz leicht, denn sichtbar werden kann man lernen.

Welche Learnings hast Du machen dürfen? Was gefällt Dir besonders am Networking?
Ich freue mich auf Rückmeldungen oder Austausch zum Thema.

Linktipps:

Du möchtest auch Mitglied bei den Digital Media Women werden? Mit der Fördermitgliedschaft kein Problem!
Wir freuen uns immer über Unterstützung und heißen Dich herzlich willkommen.

Frauen-Netzwerke im Überblick gibt es auch bei den Businessladys

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

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