Sei sichtbar, selbstbewusst, konkurrenzlos – Du! Dann klappt’s auch auf die Bühne!

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Was sehr vereinfacht klingen mag ist meine Erfahrung zum Thema Sichtbarkeit und Bühnenpräsenz. Dazu gibt es aktuell zwei grandiose Blogparaden. Parallel zu der bei den Digital Media Women gibt es eine weitere spannende Blogparade von Katja Kerschgens und Bettina Schöbitz zum Thema „Setz‘ Dich ins Licht – nur die 1. Reihe kommt auf die Bühne“. Die beiden laden zur Diskussion ein: Was hindert uns Frauen am Scheinwerferlicht? Welche Learnings haben wir persönlich erfahren und wie können wir mit männlichen Kollegen die Bühnen lebendiger bespielen? Meine Sichtweise trage ich gerne dazu bei: 6 Schritte zu mehr Bühnenpräsenz.

Bühnenpräsenz: Wie schaffst Du es dorthin?

Das Bild von der 1. Reihe aus Bettinas Blogpost gefällt mir sehr gut, denn es zeigt, wie wir Licht und Schatten und Bühnenpräsenz wahrnehmen. Doch wie kommt man in die 1. Reihe?

Eher weniger, wenn man auf den dunklen Plätzen im Hintergrund sitzt und darauf wartet, dass das Scheinwerferlicht rein zufällig mal auf einen selbst fällt. Es beginnt alles mit ein bisschen eigenem Zutun – und das hat wenig mit Zauberei zu tun.

 

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6 Tipps zu mehr Bühnenpräsenz! Foto: pixabay.com

1.) Tue Gutes und rede darüber!

Die alte PR-Weissheit gilt auch im Zeitalter des Online-Marketing und der Social Media Kommunikation. Wie das geht, wissen die meisten erfahrenen Speakerinnen bereits gut. Sie haben eine eigene Webstrategie, wissen sich gekonnt in Szene zu setzen, mit anderen zu vernetzen und ihr Wissen auch ausgiebig mit anderen zu teilen.

2.) Sei Du selbst und nicht (d)ein Fake!

Ob eher introvertiert, schüchtern,  etwas chaotisch oder frech/verrückt, mit hoher, tiefer oder wenig Stimme – einen guten Rednerauftritt kann man lernen. Wer also etwas zu sagen hat, sollte zu sich stehen. Daneben gibt es professionelle Coaches, die einem Reden straffen, die Stimme trainieren und für den letzten Schliff im Auftritt sorgen. Scheue Dich nicht, Dir Hilfe zu holen – hauptsache Du fühlst Dich wohl und wirst sicherer dabei! Dabei solltest Du jedoch nicht Deinen Charakter verleugnen. Du bist Du und solltest es bleiben. Ganz bei Dir selbst!

3.) Üben, üben und nochmals üben!

Als ich zu den Digital Media Women kam, haben mich meine Teamkolleginnen motiviert: „Nicht schnacken, machen!“. Zunächst traute ich mich auch nicht auf die Bühne. Ein bisschen Schubsen, Stolpern, Straucheln gehört sicherlich dazu. Heute traue ich mich viel öfter und es macht umso mehr Spaß. Vor allem wenn man positives Feedback bekommt wie „Du könntest glatt als Sprecherin arbeiten; deine Stimme ist sehr eindringlich, angenehm und es macht Spaß zuzuhören!“ (dass meine Gesichtsfarbe hiernach leicht wechselte kann sich jede Frau vorstellen – aber auch positives Feedback anzunehmen ist eines meiner Learnings.)

4.) Werde selbstbewusster und vor allem aktiv!

Aus jedem Auftritt nimmst Du mehr mit. Mal sind es Erfahrungen zur Struktur Deiner Rede, die jedes mal aufs Neue herausfordernden Kommentare oder Fragen der Teilnehmer oder einfach Learnings zur Vorbereitung der Präsentation, zu Deiner Wirkung oder Haltung. (Merke: Es ist nicht immer alles leicht. Nur Fans zu haben wäre zu einfach. Es gibt immer auch kritische Stimmen und negative Kommentare. Aber – ist es nicht immer so im Leben? Wir können (und wollen auch nicht!) jedem gefallen. Traue dich dennoch und gehe aktiv bei Ausschreibungen auf andere zu. Melde Dich zu Wort!

5.) Frauen, vernetzt und empfiehlt euch gegenseitig!

Mein größtes Learning seitdem ich mich vor 8 Jahren selbständig gemacht habe ist: Bleibe nicht allein. Schaffe Dir ein Netzwerk. Menschen, mit denen Du dich austauschen kannst. Darüber habe ich sehr viele inspirierende Frauen kennengelernt, die mir ohne Social Networks sicher so nie (oder nur mit viel größerem Aufwand) begegnet wären. Jede hat ihr eigenes Spezialgebiet, ihre eigene Persönlichkeit. Deshalb wird es auch nie zweimal den gleichen Vortrag zu einem Thema geben. Denn wir sind alle sehr unterschiedlich. Welch‘ ein Glück!

6.) Fürchte nicht die Konkurrenz – spüre den Zugewinn!

So habe ich auch gelernt, dass Konkurrenzkampf – wie es für Männer meist völlig normal und üblich ist – bei Frauen gefühlt oft überflüssig ist. Was zählt ist unsere Persönlichkeit, unsere Wirkung und unser Kommunikationsverhalten. Das hilft uns in Situationen souverän zu bleiben und eben nicht den „Gockel“ raushängen zu lassen. „Wirken ohne (andere) anzustrengen“, nenne ich das. Wenn wir Frauen uns hier einfach mehr auf unser ’natürliches‘ Kommunikationstalent verlassen und Mitbewerber (*und -innen) weniger als Konkurrenten* sondern als Netzwerkpartner* und Expertenkollegen* betrachten, stellen wir fest: Es ist eine Bereicherung! So empfiehlt man sich gegenseitig leichter, wenn es passt und ergänzt in der 1. Reihe immer mal wieder den ein oder anderen neuen Stuhl für die nächste Besetzungsrunde.

Also, rauf auf die Bühnen! Und merke, wer nicht klettert kann auch nicht runterfallen, aber kommt auch nicht weiter nach oben! 😉

 

Gerne habe ich auch die Tipps der anderen Blogparaden-Teilnehmerinnen gelesen und empfehle, dort noch mal vorbeizuschauen. Gesammelt wird alles bei Bettina Schöbitz, der Respektspezialistin.  Danke euch, Bettina und Katja für euer Engagement und diese inspirierende Blogparade! Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge!

Martina

 

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Als Event-Reporterin ist sie mit ihrem Team auf Messen, Konferenzen & Events aus Kultur, Wirtschaft und Unterhaltung unterwegs - mit Social Media & Event-Reportagen. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Einen Überblick gibt's auch auf Martina Troyer zu sehen. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

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