Raus aus der Gedankenlosigkeit: Tipps zum respektvollen Umgang mit Freunden, Fans & Followern bzw. potentiellen Netzwerkpartnern – hier: Facebook-Fanpages – ein „Gefällt mir!“ hinterlassen und dann um das Gleiche bitten! Da passt was nicht…

Als Betreiber einer Fanseite auf Facebook freut man sich natürlich immer über neue Fans. Egal, ob  das Like von Personen oder anderen Seiten kommt, es zeigt: „Die Seite gefällt mir!“. Was dann passiert, kann manchmal aber ganz schön nerven.

Relike-Bitten – lästig und mitunter gefährlich

Da erhält man auf einmal eine Direktnachricht (oder noch heftiger: einen Werbepost direkt auf der Seite) in der sinngemäß steht: „Ich habe gerade Ihre Fanpage geliked. Über ein Relike meiner Fanpage würde ich mich freuen!“ Oder: „Ich bin gerade neuer Fan von euch geworden, um eure Fanseite zu unterstützen. Jetzt bitte ich, dass ihr mich unterstützt…“ und dann folgt neben etwas Blabla zum Beispiel die Aufforderungen:

  •  „Votet für mich in einer App/Gewinnspiel/auf einer anderen Fanseite/Website“
  • „Klickt „gefällt mir!“ auf …

Oder auch:

  • „Schaut euch doch mal das hier an…“

Nicht nur, dass dieses Relike-Phishing schon an sich etwas peinlich ist, es kann sogar auch gefährlich sein. Sollte sich hinter dem Link zum Beispiel ein Virus oder Trojaner befinden. (Immer aktuelle Informationen über die jüngsten Facebook-Hoaks oder Trojaner, die sich im Umlauf befinden, liefert die Seite von mimikama.at unter „Zuerst denken – dann klicken“ auf Facebook – den Stream habe ich aber auch hier auf dem Blog eingebunden. Es lohnt sich, diese Tipps ernst zu nehmen und regelmäßig zu verfolgen!)

Fazit:

Kommunikation in sozialen Netzwerken funktioniert genauso wie im normalen Leben außerhalb des Netzes: Mit Respekt vor dem anderen, ohne aufdringliches „Werben“ oder Manipulationsversuche. Schließlich geht es um mehr als reine Werbefloskeln. Wer nervt fliegt auf und im schlimmsten Falle raus! Denn es bleibt immer noch die Chance, jemanden als Spammer zu melden, auch wenn man sich dies immer genau überlegen sollte.

Übrigens: Facebook hat für Werbespam oder Linkbaiting (also das Auffordern von Fans, Seiten zu liken, Inhalte gezielt zu teilen etc.) neue Algorithmen eingeführt, wie Thomas Hutter im Facebook-Marketing-Blog berichtet. Das heißt, dass solche Maßnahmen stärker geahndet werden und den Newsfeed wieder weniger spammig machen sollen. Gut so!

Tipp für mehr Ehrlichkeit beim „Gefällt mir!“-Klick

  • Geben Sie nur dort ein „Gefällt mir!“ (oder ‚Like‘) ab, wo Sie es selbst wirklich wollen.
  • Gefälligkeits-Relikes sind m.E. nicht nur unnötig, sondern sie verzerren auch das Meinungsbild: Sowohl Ihnen gegenüber (wenn man sich im Freundeskreis wundert, was Sie so alles mit „Gefällt mir!“ markieren) als auch anderen gegenüber!
  • „Fankäufe“ gehen gar nicht, aber auch Relike-Bitten sind meist ähnlich verpönt und der Kommunikations- und Netzwerkkultur eher abträglich!

Welche Relike-Bitten haben Sie schon erlebt? Haben Sie darüber schon Freundschaften auf Facebook (oder anderswo) beendet? Wo ist Ihre Grenze bei den „Gefälligkeiten“ im Netz?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.


Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Einen Überblick gibt's auch auf Martina Troyer zu sehen. Im Web findet man sie u.a. auch auf XING, Twitter und Facebook.

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