Netiquette & Online-Reputation: 25 NoGo’s im Social Web – Teil: 5 – Ungefragt andere zu Gruppen hinzufügen!

Kennen Sie das? Sie sind im Social Web unterwegs und ärgern sich. Darüber, wie manche Menschen Ihnen begegnen, scheinbar ohne Sinn und Verstand, oder besser: handeln ohne nachzudenken. Zurück bleibt dann meist ein großes Fragezeichen und ein schaler Beigeschmack.

Raus aus der Gedankenlosigkeit: Tipps zum respektvollen Umgang mit Freunden, Fans & Followern bzw. potentiellen Netzwerkpartnern – hier: Facebook-Gruppendie eigenen Freunde ungefragt zu Gruppen hinzufügen …

Hoher Ärger-Faktor

Es passiert immer wieder: Jemand fügt Sie auf Facebook ungefragt einer Gruppe hinzu. „Aktionsbündnis gegen die Aufschieberitis“ – „Gemeinschaft zur Unterstützung der Online-Petition gegen die Papierverschwendung bei Petitionen“ um nur einige abstruse (wenn auch ausgedachte) Gruppen zu nennen (Ähnlichkeiten mit vorhandenen Gruppen wären hier ungewollt und rein zufällig …).

Wie kommt es dazu?

Aus Gruppen heraus kann man nahezu unbeschränkt andere hinzufügen. Dabei sollte man aber bitte immer im Fokus haben: „Interessiert den anderen diese Gruppe WIRKLICH?“

Wesentlich geschickter ist es, die Gruppe öffentlich zu beschreiben und Interessenten dazu einzuladen. Oder – ist man sich sicher, dass die Gruppe einen Mehrwert für den Freund bietet – zuerst eine persönliche Nachricht zu schicken.

Diese Nachricht sollte aber individuell und wirklich auf den Freund zugeschnitten sein. Also kein „Ich möchte Dich zu der Gruppe XY hinzufügen, da ich finde, dass dies sehr interessant für Dich sein kann.“

Mehrwert oder Spam?

Diese Frage sollte man sich bei allen Hinzufüge-Aktionen immer vor Augen führen. Auch eine Reflexion: „Würde mich persönlich eine Einladung auf diese Weise stören oder nicht?“ kann schon hilfreich sein.

Ungewollt hinzugefügt und nun?

  1. Sie können aus der Gruppe direkt wieder austreten!
  2. Ist der Freund ein guter Kontakt? Dann schreiben Sie ihm, dass Ihnen die Gruppe nicht zusagt und Sie zukünftig bitte vorab gefragt werden wollen.
  3. Ist der Freund ein entfernter Kontakt? Dann überlegen Sie eventuell, ob sich mit dem Gruppenaustritt eventuell lohnt, auch den Freund zu entfernen. Insbesondere wenn diese Gruppeneinladung von ihm nicht die erste ist und ansonsten keine Interaktionen zwischen Ihnen stattfinden oder gefunden haben.

Tipps zur Vermeidung von ungewünschten Freundesaktionen

  • Gehen Sie aktiv mit Ihren Wünschen um: Informieren Sie regelmäßig über Ihre Statusmeldungen, dass Sie nicht ungefragt zu Gruppen hinzugefügt werden wollen
  • Seien Sie mutig und im Zweifel rigoros: Nach einer Direktansprache sehen Sie schnell, wie der andere darauf reagiert. Gehen Sie ansonsten in die Offensive und entfernen den Freund.
  • Drastisch aber effektiv: Bekommen Sie nun zum x-ten Mal von einem „Freund“ solche ungefragten Aktionen mit, melden Sie diesen durchaus als Spammer.

Ähnliche Aktionen:

  • Neben dem Hinzufügen zu Gruppen ebenfalls (un-)beliebt: Ständige Event-Einladungen, permanente Einladungen Fanpages zu liken oder Apps zu nutzen

Bei allen Aktionen handelt es sich im Zweifel um nervige Aktivitäten, die Sie definitiv nicht tolerieren müssen.

Gehen Sie offen mit Ihrer Ablehnung um. Nur so merken gerade die Freunde, die dieses beharrlich ignorieren, wie Sie dazu stehen.

Welche Aktivitäten von Freunden nerven Sie besonders? Wie gehen Sie selbst damit um? Wie hoch ist Ihr Toleranzlevel und – haben Sie bereits positive Erfahrungen mit konkreten Rückmeldungen gegenüber Freunden gemacht, denen Sie Ihre Ablehnung solch ungewünschter Aktivitäten demonstriert haben?

Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anmerkungen.

Teile diesen Beitrag

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Als Event-Reporterin ist sie mit ihrem Team auf Messen, Konferenzen & Events aus Kultur, Wirtschaft und Unterhaltung unterwegs - mit Social Media & Event-Reportagen. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Einen Überblick gibt's auch auf Martina Troyer zu sehen. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.