Google Rankingfaktoren 2016: Auf den Inhalt und den Nutzen für Besucher kommt es an!

Erst meldete sich Klaus Eck zu Wort, dann hat Onlinemarketing.de mit einem Studienverweis nachgelegt: Worauf es beim guten Ranking in der Google-Suche ankommt ist kein Zauberwerk. Gute Inhalte müssen nicht ausschließlich neu, aber aktualisiert sein und vor allem nützlich für diejenigen, für die sie bestimmt sind. Das und noch einiges mehr. Hier die Faktoren im Überblick und einige Gedanken zu Sinn und Unsinn von Rankinghörigkeit 😉 …

Content: Nicht (nur) neu, aber nützlich muss er sein

Alte Inhalte aufwerten, sich aus der Flut von guten Inhalten im Content-Audit aber nicht ablenken lassen und lieber die Kunden befragen, welcher Content für sie nützlich und relevant ist, das hat schon PR-Berater Klaus Eck in seiner t3n-Kolumne  genauer herausgestellt.

Eine Studie von SEO2b, welche nun die Rankingfaktoren genauer untersucht hat, kommt zu ganz ähnlichen, etwas differenzierteren Ergebnissen.

Zusammengefasst heißt das für Unternehmen bzw. Content-Produzenten im Marketing:

  1. Schluss mit der Keyword-Hörigkeit: Habt die gesamte Website im Blick!
    Nicht das einzelne Keyword entscheidet, sondern das Zusammenspiel an aufeinander abgestimmten Inhalten, die sich die User auch wünschen. Was nicht bedeutet, dass Keywords keine Rolle mehr spielen wie Birgit Schulz treffend erklärt.
    (Hier stellt sich wieder die Frage wie gut ein Unternehmen die Menschen kennt, für die es diese Inhalte produziert, aber dazu später…)
  2. Durchforstet  bestehende Inhalte und unterfüttert sie mit aktuellen Infos!
    Macht sie nützlich und gut lesbar! Für Menschen – nicht für Suchmaschinen!
    Aktuelle Informationen verbessern das Ranking – wobei Google nicht den Austausch einzelner Wörter honoriert sondern nur, ob sich im Gesamtkontext für den User etwas sinnvoll verbessert.
  3. Betrachtet interne Verlinkungen und verbessert Linkauszeichnungen, Linktexte und baut mehr solcher Links ein!
    Das erklärt Google, wie die Seite aufgebaut ist und ob die Inhalte wirklich gut aufeinander aufbauen.
  4. Achtet auf die Ladegeschwindigkeit!
    Langsame Seiten ranken häufig trotz guter Inhalte schlechter!
  5. Wie aktiv ist eure Domain?
    Hat sich lange nichts verändert? Dann wird’s Zeit für ein Update, am besten einen Relaunch oder Umstellung auf eine kombinierte Website mit Corporate Blog!
  6. Ständig und einzigartig: Aktualisierung mit Unique Content – und zwar regelmäßig!
  7. Erreichbarkeit gewährleisten – auch zuverlässiges Webhosting ist relevant!
  8. Linkaufbau betreiben: Hochwertige Backlinks und Verteilen der Inhalte über Social Media & Communities ist für SEO ein Must-Have!
  9. Auf Linkqualität achten: Werbelinks von hochwertigen Seiten sind weiterhin weniger nützlich als redaktionelle Verlinkungen!
  10. Interaktionen, Verweildauer und Absprungraten checken! Das nutzen KMU und Einzelselbständige nach meiner Erfahrung noch viel zu selten. Hier lässt sich einiges optimieren!
  11. Markenbildung und Reputationsaufbau betreiben:
    Vertrauenswürdige Marken haben lt. Google Vorteile und beeinflussen das Ranking positiv! Regelmäßig und nachhaltig für das eigene Unternehmen einstehen. Markenbotschafter – also echte Menschen und Mitarbeiter nach vorne stellen, das fördert das Marken Branding und unterstützt vor allem die Glaubwürdigkeit!

Worauf müssen Contentproduzenten im Contentmarketing achten?

Was hier nach ausgefeilten, statischen SEO-Taktiken klingen mag ist eigentlich nichts, was nicht genau so auch völlig einleuchtet.

    • Zeigt echte Menschen & Mitarbeiter als Markenbotschafter für eure Unternehmen!

    • Zeigt euch transparent und gesprächsbereit!

    • Geht auf die Wünsche und Bedürfnisse derjenigen ein, für die eure Inhalte bestimmt sind
      (und fragt es regelmäßig ab!)

    • Aktualisiert passende Inhalte laufend, denn das zeigt eure Servicebereitschaft!

    • Seid regelmäßig und nachhaltig aktiv!

Wer dieses Kommunikationsverhalten mit seinen Zielgruppen (ja, das Wort hat meines Erachtens immer noch nicht ausgedient, liebe Kerstin Hoffmann 🙂 ) wirklich verinnerlicht, wird sichtbarer und relevanter wahrgenommen werden als andere.

Wunder finden woanders statt: Contentmarketing braucht einen langen Atem

Dennoch gebe ich Kerstin völlig recht, dass das alles eine Frage des Umdenkens in Unternehmen bedeutet. Inhalte produzieren und dann erwarten, dass sich blitzschnell etwas tut und die Auftragsbücher voll werden ist ein Trugschluss. Diese Erwartungshaltung seitens der Unternehmen und freiberuflich oder selbständig Tätigen erlebe ich auch all zu oft.

Gute Freunde finden wir auch nicht von heute auf morgen – und potentielle Kunden überzeugt man eventuell an Orten und bei Gelegenheiten, die man so nicht genau vorhergesehen hat.

Contentmarketing ist also nicht der heilige Gral aber eine gute Möglichkeit, langsam, stetig und nachhaltig an der eigenen Reputation zu arbeiten. Ohne Kommunikation mit anderen im Social Net ist alles nichts. Das kostet Zeit (häufig mehr als nur ein kurzes Lebenszeichen in Socialmedia) – denn Vertrauen entsteht nicht über Nacht.

Das Gute daran: Langfristige und auch persönlichere Beziehungen aufzubauen ist wesentlich nachhaltiger und stabiler!  Und Spaß macht es auch, Social Media Kommunikation mehr nach dem Stammtisch-Prinzip zu betreiben. Es lohnt sich – nicht nur fürs Empfehlungsmarketing.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Googles Rankingfaktoren gemacht und wie wirken sich diese für eure Sichtbarkeit aus?

Habt ihr daneben noch die allseits geliebten ‚magischen Zaubertricks‘, die hier noch fehlen aber hundertprozentig wirkungsvoll sind?
Oder sind diese doch nur eine Illusion?

Foto: pixabay.com

Update 26.04.2016: Mael Roth von KammannRossi hat einen interessanten Beitrag zum Content-Recycling geschrieben, den ich hier gerne noch anfügen möchte:
3 Wege mit alten Inhalten kontinuierlich Leads zu generieren.

 

 

 

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Als Event-Reporterin ist sie mit ihrem Team auf Messen, Konferenzen & Events aus Kultur, Wirtschaft und Unterhaltung unterwegs - mit Social Media & Event-Reportagen. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Einen Überblick gibt's auch auf Martina Troyer zu sehen. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

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