Content-Strategie & Social Media: Storytelling „durch die Blume…“ erklärt

Warum Geschichten mehr überzeugen als nüchterne Fakten? Weil wir Menschen sie lieben, uns damit meist besser identifizieren können und wir sie besser behalten und weitertragen. „Durch die Blume“ erzählt: Heute zum Storytelling – Content-Strategie & Socialmedia.

Viele Blumen blühen im Verborgenen. Am Wegesrand. Wenig beachtet von Menschen, die arglos daran vorbeischreiten. Gibt es diese Blumen doch zuhauf. Die (ausgedachte) Geschichte einer frechen, vorwitzigen Blume namens Iris Rittersporn möchte ich als Beispiel dafür nehmen, wie auch ‚Mauerblümchen‘ sichtbarer werden können. Und ihren Siegeszug – nicht nur in „Wald und Flur“ – antreten können…

Sichtbar sein? Ein Wunsch keimt auf…

Iris Rittersporn war eine unter vielen. Eigentlich recht hübsch anzusehen, aber dennoch fiel sie kaum auf. Stand sie doch inmitten einer Heerschar weiterer hübscher Blumen, die den Wegesrand zierten. Da kam ein Floh vorbei, der sich Frau Rittersporn ‚ins Ohr‘ bzw. auf ihr allerhübschestes Blatt setzte. „Möchtest Du nicht etwas bekannter werden? So, dass Du vielleicht irgendwann nicht mehr nur am Wegesrand, sondern in Gärten und Parks einziehen kannst, um die Menschen zu erfreuen?“

„Ach“, dachte Iris Rittersporn, „das wäre schön. Denken die Menschen doch als erstes: Die ist giftig! Aber ich kann ja noch viel mehr! im Altertum machten manche sogar Arzneien aus meinen Samen und außerdem ist meine Blüte so hübsch, erinnert an einen Delfin, weshalb manche auch behaupten, ich hätte den botanischen Namen Delphinium deshalb erhalten“.
„Das ist ja interessant…“ dachte der Wind, dem die Geschichte gefiel und sofort überlegte, wie er dem hübschen Delfinen-Blütenmädchen helfen konnte.

Der Blütenstaub verteilt sich…

Frau Rittersporn ließ sich auf den Vorschlag des Flohs ein und ging in die Offensive. Der Wind half ihr und sorgte dafür, dass sie nun überall ihre Spuren, äh, Sporen hinterließ und sich von ihrer besten Seite zeigen konnte.

Immer, wenn ein Mensch am Wegesrand vorbeikam, wurde er auf die wunderschöne Blüte aufmerksam. Der Wind, den Iris längst für sich gewonnen hatte, tat sein Übriges und ließ die Blütenblätter dann besonders hübsch hin- und herwedeln. Das bemerkte auch die Sonne und ließ ihre Strahlen genau so auf die Blüten scheinen, dass sich ein interessantes Lichtspiel zeigte. Der Wind trug die flügelartigen Samen mit sich fort und hinterließ überall dort einige von ihnen, wo es besonders günstige Bedingungen für ihr Wachstum gab. In immer mehr Regionen auf der Erde ließen sich nun Familienangehörige von Frau Rittersporn nieder. Bis zu 350 verschiedene Arten der großen Familie breiteten sich aus, die alle ein bisschen unterschiedlich aussahen.

Vom Winde verbreitet und sichtbar geworden: Eine Blume zieht um die Welt…

Die Menschen bemerkten, dass Frau Rittersporn und ihre Geschwister noch viel mehr zu bieten hatten als sie dachten und so trat sie ihren Siegeszug an: Bald wollten immer mehr Menschen sie bewundern, obwohl sie doch eigentlich nur ein wildwachsendes Blumenmädchen gewesen war. Sogar eine Briefmarke wurde ihr gewidmet und erinnert noch heute an die große Reise, die die Familie Rittersporn einmal angetreten hatte.

Und die Moral von der Geschicht: Still abwarten & schweigen lohnt sich nicht!

Wer auf sich aufmerksam machen möchte, sollte sich nicht von vorgeblich äußeren Umständen, Ängsten oder Vorurteilen abhalten lassen. Ausreden gelten nicht. Mit Strategie, den richtigen Verbündeten und einer Geschichte, die die Menschen berührt, werden auch vermeintliche „Mauerblümchen“ sichtbarer.

Wann versuchen Sie mit Ihrer Geschichte zu punkten?

Sie haben keine? Das gibt es nicht. Es gibt immer eine Geschichte hinter der Geschichte. Wir müssen nur lernen, sie zu sehen. Wie Frau Rittersporn am Wegesrand.

Achten Sie beim nächsten mal auf die hübsche Delfinen-Blüte, wenn sie Ihnen am Wegesrand oder in Parks und Gärten begegnet. Diese kleine Geschichte ihrer Verbreitung werden sie dabei vielleicht in Erinnerung behalten. Ich bin gespannt und freue mich über Ihre Erfahrungen und einen Kommentar zu dieser Geschichte.

Sie suchen noch nach so einer Geschichte – Ihrer Geschichte? Sie interessieren frische Ideen fürs Content-Marketing? Fragen Sie mich gern. Wir finden Ihre ganz individuelle Content-Strategie. Ganz bestimmt! Ein Anruf genügt. Ich freue mich darauf.

Sommerlich blumige Grüße,

Ihre Martina Troyer

Teile diesen Beitrag

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Als Event-Reporterin ist sie mit ihrem Team auf Messen, Konferenzen & Events aus Kultur, Wirtschaft und Unterhaltung unterwegs - mit Social Media & Event-Reportagen. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Einen Überblick gibt's auch auf Martina Troyer zu sehen. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.