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Profil oder Seite – oder beides? (Beitrag zur Blogparade von Annette Schwindt)

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Das passte wie die Faust auf’s Auge: Gerade stellte ich für Unternehmer (also Einzelkämpfer) eine kleine Einstiegshilfe zusammen, da stieß ich bei der Recherche auf Annette Schwindt’s (Bloggerin & Autorin – bekannt unter Schwindt PR) jüngst angestoßene Blogparade.

Wie sehen das denn die freiberuflich tätigen Blogger-Kollegen, die auch als Einzelkämpfer unterwegs sind? fragte sie und rief zu Beiträgen von anderen Bloggern auf.
Nun, da gebe ich sehr gerne meinen persönlichen „Blogger-Senf“ dazu:

Die Entscheidung „Profil oder Seite – oder beides?“ war bei mir schon immer eine strategische. Aber nun mal von vorne  …

Profil oder Seite – oder beides? Ja, beides, weil ich das von Anfang an so wollte

Begonnen habe ich mit einem Privatprofil auf Facebook. Aber mit dem Ziel, recht schnell eine erste Fanpage aufzubauen für das ThirtyUp Magazin, das ich damals noch gemeinsam mit einer Geschäftspartnerin herausgab.

Privates war nie ganz privat

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Die Trennung von Privatprofil und Fanseite war mir zu Beginn durchaus wichtig, aber die Grenzen sind doch irgendwie fließend, wie ich schnell feststellen musste.

Über die Recherchen zu Event- und Lifestyle-Themen zu meiner regional ausgerichteten Website, verband ich mich recht schnell auch privat (also mit dem Privatprofil als Person) mit Geschäftspartnern, Veranstaltern und beruflich bedingten Kontakten. Aber auch mit Menschen, die ich bei Veranstaltungen kennengelernt hatte oder die einfach neugierig waren, wie ich denn so als Person „ticke“. Dank Listenfunktion konnte ich die Kommunikation insofern spezifisch – nach Interessen – steuern, merkte aber schnell, dass ich das eigentlich nicht zwingend brauchte:

  • Bei mir gibt es weder brisant Privates, noch hochpersönlich Geheimes zu entdecken (insofern auch nicht zu verbergen)
  • Viele möchten mich – gerade als Einzelkämpfer – einfach von der persönlichen Seite her kennenlernen – und das ist in Ordnung
  • Zu guter Letzt schien es mir so, als ob mancher es viel spannender fand, was ich persönlich – als Insider – zu meinen Themen zu berichten hatte (denn die interessieren mich auch privat)

Die Abofunktion habe ich dennoch für mich nicht eingeführt. Denn noch einen „Zwitt(sch)er“-Kanal zu eröffnen war nicht meine Absicht.

Berufliches „Profil“ zeigen – aber mit Persönlichkeit

screenshotmtfanpBedingt durch meine freiberufliche Tätigkeit als Webstrategin & Online-Redakteurin habe ich eine weitere Fanseite aufgebaut. Und für mich beschlossen, als Person bin ich so wie ich bin, mit all meinen Facetten – und das zeige ich auch.

Wer mit mir persönlich verbunden ist (Privatprofil) erfährt so dann und wann, was ich auf den jeweiligen Fanpages schreibe, wenn ich es teile. Dennoch möchte ich nicht grundsätzlich mit jedem „befreundet“ sein, nur weil wir ähnliche berufliche Themen haben. Da zählt schon ein persönlicher Kontakt.

Wer mich höflich fragt und so viel Respekt entgegen bringt, mir auch eine plausible Nachricht zu schicken, die sein Interesse an der Vernetzung bekundet – mit dem verbinde ich mich auch gegebenenfalls privat.

Es gibt aber auch (ältere) Kontakte, die nur mein öffentliches Startprofil sehen. Eine persönliche Entscheidung, die einmal jährlich zu einer Durchforstung meiner Kontakte führt. Mit wem bin ich wirklich vernetzt? Und wo besteht eine Verbindung, die gar keine ist? Dann kommt’s irgendwann zum Frühjahrsputz – und da rutschen auch mal die ein oder anderen völlig eingestaubten Kontakte unter den virtuellen Wischmop.

Netzwerken: Ja gerne! Aber bitte respektvoll!

Für Vernetzung bin ich offen, freue mich über Kontakte, halte Respekt vor der persönlichen Entscheidung des anderen für völlig selbstverständlich und würde nie jemanden, den ich nicht persönlich kenne, einfach ohne zusätzliche Kontaktaufnahme anklicken. „Martina Troyer will mit Dir befreundet sein“ oder „… möchte Sie als Kontakt hinzufügen“ wird nie jemand lesen, der mich nicht persönlich kennt oder einen Grund dafür erfährt – durch meine persönliche Nachricht dazu.

Meine Profile auf XING, Twitter und Google+ nutze ich überwiegend beruflich, aber letztlich gilt auch hier: Es gibt für mich kein Entweder / Oder – nur ein Miteinander – und diese Entscheidung habe ich bisher niemals bereut. 🙂

Nun bin ich gespannt, was Sie dazu denken? Und freue mich auf weitere spannende Beiträge zur Blogparade von der von mir sehr geschätzten Kollegin und Kommunikationsexpertin Annette Schwindt.

 

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

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