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#jetztentscheideich – mein Beitrag zur Blogparade: Auf in die Selbständigkeit!

Als ich Ute Blindert’s Aufruf zur Blogparade bei den Business Ladys vernahm, wusste ich direkt: „Jetzt entscheide ich! Das passt doch zu meiner Entscheidung für die Selbständigkeit…“ Und deshalb bin ich sehr gerne mit dabei und sage „Danke!“, liebe Ute, für diesen Anpiekser zu mehr Entscheidungsfreude…

„Jetzt entscheide ich…“

Kurzer Satz, lange Wirkung! Seit nunmehr sieben Jahren bin ich selbständig und habe es – nun ja – selten bereut. 😉

Klar gibt es Zeiten, in denen es nicht so gut „läuft“ und solche, in denen man sich keinen besseren Arbeitgeber als die eigene Firma wünschen kann. Aber nun erstmal der Reihe nach…

Entscheidungen sind Chancen, die eigene Blickrichtung zu verändern

Als ich vor zehn Jahren vor der Entscheidung stand, mich neu zu orientieren, fiel mir diese Entscheidung zunächst nicht leicht. Mein früherer Arbeitgeber konnte sich nach meiner Elternzeit nicht dafür erwärmen mich wieder in meine frühere Position als Werbeleiterin – vor allem in Teilzeit – aufzunehmen. Die Zeichen standen also auf Veränderung. Nach einigen Stationen in Teilzeit – in Werbeagenturen als Projekt- oder Büroassistentin – war ich bereit für mehr: Mehr Verantwortung, mehr selbständiges Arbeiten, mehr Work-Life-Balance – und die fand sich schlichtweg nicht in diesem Teilzeit-Arbeitsmodell, welches sich mir als angestellt Tätige bot.

Weiterbildung – Sprung in die Veränderung und hin zu neuen Perspektiven

So stellte ich die Weichen wieder neu und begann eine Weiterbildung zur Online-Redakteurin beim mibeg-Institut für Medien in Köln, einem Weiterbildungsträger für Fach- und Führungskräfte in der Medienbranche. Aus meinem damaligen Kursus war ich die Einzige, die sich in den Kopf gesetzt hatte, sich im Anschluss als freie Online-Redakteurin, Texterin und PR-Beraterin selbständig zu machen. (Wie mir spätere Absolventen verraten haben, sind es heutzutage immer mehr Teilnehmer, die sich für den Sprung in die Selbständigkeit entscheiden. Was meines Erachtens auch an den schwierigen beruflichen Bedingungen vorwiegend der hochqualifizierten Wiedereinsteigerinnen liegt, aber dazu später mehr. )

Welcher Weg ist der Richtige? Perspektiven entwickeln mit Hilfe anderer Medienmütter

Unsere Aufgabe als angehende Online-Redakteure war es, eine eigene Website zu entwickeln. Nicht nur redaktionell (also Themenauswahl und -recherche, texten und Texte einpflegen) sondern auch technisch, sprich: Eine in HTML programmierte Seite sollte das Ergebnis unseres neu erworbenen Wissens darstellen.

Nun gut, was lag für mich näher, als mich mit dem Thema „Mütter in Medienberufen“ zu beschäftigen? Und dabei eine für mich passende Perspektive zu entwickeln? Wie arbeiten Mütter in Medienberufen? Sind sie angestellt? Zufrieden? Überarbeitet? Stimmt die Work-Life-Balance? Welche Schwierigkeiten begegnen ihnen im Alltag? Was hat ihre Entscheidung für oder gegen einen Job beeinflusst? Welche Wünsche haben sie an Politik, Gesellschaft und potentielle Arbeitgeber? Eine XING-Anfrage in einer Journalistinnen-Gruppe brachte den Durchbruch: Jutta Bissinger, Journalistin und Texterin, stellte meine Suche nach Gesprächspartnerinnen in eine Mailingliste und schon hagelte es Interessentinnen, die sich um meinen eigens konzipierten Fragebogen rissen. Das Thema interessierte und führte schließlich dazu, dass ich die Seite auch unmittelbar danach online stellte: muetter-in-medienberufen.de

Ich bin selbst und das nun ständig…

Aus diesen Interviews mit Frauen wie Andrea Blome (Herausgeberin der ‚Existenzielle‘, dem Online-Magazin für Unternehmerinnen) oder Susanne Ackstaller (Initiatorin des Textreff, Mode- und Livestyle-Bloggerin) lernte und zog ich so viel: Dass es lohnenswert ist, sich auf die Selbständigkeit einzulassen, weil man sich seine Zeit viel flexibler einteilen und so auch die Zeiten für die eigene Familie besser steuern kann. Weil man als eigene Chefin zwar ständig selbst, also allein ist, dafür aber auch viel zufriedener ist, weil man selbst entscheiden kann: Wann möchte ich Zeit mit oder für meine Familie verbringen? Wann, wie und für wen möchte ich gerne arbeiten?

Höhen und Tiefen und #jetztentscheideich

Auch diese habe ich schon kennengelernt. Eine Firmengründung (GbR) mit einer Journalistenkollegin zum Beispiel, die letztlich aber scheiterte, was wir zum Glück rechtzeitig erkannt und ‚aufgelöst‘ haben.
Mir ist klar geworden, dass wir aus diesen Erfahrungen nur lernen können. Mit jeder sich schließenden Tür öffnen sich zig neue – das dürfen wir im wahrsten Sinne ‚erfahren‘. Mal mehr bitter, mal eher süß. Denn das ist Leben – ich habe es mir für mich so ausgesucht – und das ist gut so! #jetztentscheideich

Mein Rat für bessere Entscheidungen? Frage und teile…

Was ich anderen mit auf den Weg geben möchte, wenn sie an einem Scheideweg oder vor schwierigen Entscheidungen stehen? Nur so viel: Frage und teile. Was heißt das genau? 

  • Teile dich mit.
  • Stelle brennende Fragen.
  • Suche Dir Inspiration.
  • Finde Antworten durchs Teilen. In den Communities, in den Netzwerken, die dich begleiten. Das können private Netzwerke sein wie Deine Freunde und Familie. Aber auch die beruflichen Netzwerke.
  • Vertraue auf Dein Bauchgefühl. Finde heraus, ob es sich „gut anfühlt“ wenn Du über die bevorstehende Entscheidung und den Weg dahin nachdenkst.
  • Wenn etwas zwickt und zwackt – schreibe es auf.
  • Diskutiere mit anderen über ihre Erfahrungen und lerne. Denn dazu sind Erfahrungen da. 🙂

Vielen Dank an…

Wer sich nun wundert (wir sind hier schließlich in einem Blogbeitrag zu einer Blogparade und nicht bei einer Oscar-Verleihung), dem sei gesagt: Sich verändern, sich bewegen und sich dazu bewusst entscheiden, das ist für mich eine so wichtige Erfahrung, die mir viele neue spannende Kontakte, Einblicke in neue Lebenswelten und damit neue Blickwinkel geschenkt hat. Das möchte ich nie und nimmer missen. Dafür bin ich sehr dankbar und das möchte ich hier gerne mit- (euch) teilen.
Diese positiven Erfahrungen haben nicht zuletzt auch meine Weggefährten ausgelöst und/oder begleitet – unter anderem:

Danke auch Dir, Ute, für diese Blogparade und die Möglichkeit, diese Erfahrungen so mit vielen anderen zu teilen und vielleicht ein wenig dazu beizutragen, dass andere daraus ihre eigenen Erfahrungen oder neue Entscheidungen ableiten.

Viel Erfolg und Spaß mit dem, was euch am Herzen liegt! Wenn ihr wollt, teilt es einfach (mit)! 😉

Martina Troyer

 

 

Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

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