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5 Gründe, warum Werbung in Corporate Blogs nichts verloren hat

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Mit Blogs Geld verdienen, das wollen alle. Aber bevor man sich als Corporate Blogger bzw. Blogbetreiber mit Verdienstmöglichkeiten rund ums Bloggen auseinandersetzt, sollte man genau überlegen, was man damit erreichen will und welche Konsequenzen es hat.

Einige wichtige Aspekte, die Sie dabei unbedingt beachten sollten …

„Geld verdienen im Internet“ – auf das „Wie“ kommt es an!

Viele Websites & Blogs haben sich schon mit Geschäftsmodellen rund um das Betreiben einer Seite/eines Blogs beschäftigt. Klassische Verdienstmodelle wie Affiliate-Programme, Sponsored Posts und Google-Adsense mögen auf den ersten Blick lohnenswert erscheinen, also für den einen oder anderen Blog durchaus eine Option sein. Allerdings sollten diejenigen, die mit der Idee liebäugeln, direkt auf der eigenen Website Geld zu verdienen schon einen zweiten Blick riskieren, bevor sie sich wirklich dazu entschließen. Und das hat gute Gründe:

1. Werbung muss als Werbung gekennzeichnet sein

Das neueste BGH-Urteil hat es nochmals bestätigt. Bezahlte Werbung muss als „Anzeige“ und nicht als „Sponsored by“ oder ähnliches deklariert werden. Obwohl dies augenscheinlich in erster Linie für Presseunternehmen gilt, sollte man das nicht auch als Betreiber eines Corporate Blogs – also eines Unternehmensblogs – beachten?

2. Leser wollen Inhalte – nicht Werbung

Wenn Unternehmen bloggen, wollen sie damit u.a. auf ihre Kompetenz in einem bestimmten Themenbereich hinweisen. Ob als KMU oder Einzelunternehmen, der Aufbau eines Expertenstatus steht im Vordergrund und damit auch die eigene Glaubwürdigkeit gegenüber Interessenten, Kunden bzw. potentiellen Auftraggebern. Leser eines Blogs suchen gezielt nach Mehrwert, also Beiträgen, die sich mit für sie interessanten Inhalten beschäftigen und landen so auf der Seite eines Unternehmens bzw. eines (Einzel-)Unternehmers. Ab hier kann ein  Beziehungsaufbau beginnen – wenn es dem Blog nicht an Glaubwürdigkeit mangelt. Werbeanzeigen suggerieren dem Leser, dass das Unternehmen hier bereits Einkünfte generieren will. Aber ist das für den Vertrauensaufbau wirklich zuträglich?

3. Geschäftsmodell muss klar sein

Die Profilierung über ein unternehmenseigenes Weblog (Corporate Blog) ist heutzutage für Unternehmen und Unternehmer eine effektive Möglichkeit, sich im Internet von seiner besten Seite zu zeigen: Kompetent, offen, transparent und glaubwürdig. Verdienst steht dabei aber im besten Fall nicht im Vordergrund. Wer seine Online-Reputation aufbauen möchte, sollte also im Auge behalten, wozu die Inhalte dienen:

  • Interessenten zu finden
  • Lösungen (sprich Inhalte) für spezifische Probleme anzubieten (über Produkte oder Leistungen)
  • mit Kunden, Auftraggebern, (zukünftigen) Mitarbeitern oder Kooperationspartnern in Kontakt zu treten

Die Produkte oder Leistungen dürfen dabei natürlich genau spezifiziert werden, besser: das sollten sie auch! Aber ein Geschäftsmodell, das die Seite/den Blog bereits als Verdienst betrachtet ist hier m.E. fehl am Platz. Es verwässert das Geschäftsmodell und damit auch die Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit beim Aufbau und der Pflege guter Beziehungen. Möchten Sie das als Blogbetreiber wirklich riskieren?

4. Reputationsaufbau statt Werbeeinblendungen

Auf das „Wie“ kommt es an: Wer Leistungen oder erklärungsbedürftige Produkte verkauft, dazu aber keinen Online-Shop einsetzt, wird seine Website bzw. seinen Blog nur schwerlich unmittelbar monetarisieren können. Allerdings lässt sich auch hier ermitteln, ob sich das Betreiben eines Blogs  finanziell „lohnt“.

5. Blog auswerten anstatt mit Werbung „abzuwerten“

Mithilfe von Website-Analyse-Tools  wie Google Analytics u.a. (hier ein Vergleich von verschiedenen Tools bei t3n) lassen sich Besuchs-Statistiken wie Besucher-Anzahl, Klickpfade, verwendete Suchbegriffe, beliebteste Beiträge u.v.m. ansehen und auswerten.

Kundenbefragungen à la „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ machen Sinn um herauszufinden, in wie vielen Fällen jemand zuerst über Ihre Website oder Ihr Blog zu Ihnen fand. Dies lässt sich genau festhalten, über einen bestimmten Zeitraum verfolgen und  auswerten und dementsprechend strategisch weiter einsetzen und verfeinern.

Fazit:

In Zeiten, in den Leistungen (oder auch Produkte) immer vergleichbarer werden, ist es  äußerst nützlich und auch „lohnenswert“, sich durch kompetente Blogbeiträge als Unternehmen oder Unternehmer eindeutiger zu profilieren. Je glaubwürdiger und vertrauenswürdiger ein Unternehmen, eine Marke oder ein Leistungsanbieter, desto wahrscheinlicher ist es, dass das eigene Corporate Blog neue Kunden generiert.

Und wollen Sie Ihre Reputation mit eingeblendeter Werbung auf Ihrer Seite wirklich aufs Spiel setzen?

Entscheiden Sie selbst. Wenn Sie unsicher sind, was Ihnen ein Blog bringt und ob es sich wirklich „lohnt“, gebe ich Ihnen gerne in einem individuellen Gespräch weitere Auskunft.

Tipp:

Fragen Sie Ihre Leser, Kunden, Mitarbeiter oder Kooperationspartner einfach: „Würde eingeblendete Werbung Sie/Dich stören auf unserem Blog? Und wenn ja, warum?“.  So bieten Sie nicht nur neuen Gesprächstoff, sondern demonstrieren auch gezielt Kundennähe. Einen Versuch ist es allemal wert, bevor Sie sich für bezahlte Werbung auf Ihrem Corporate Blog entscheiden, oder?

Haben Sie bereits Erfahrungen mit eingeblendeter Werbung auf Ihrem Corporate Blog gemacht? Ist es für Sie ein absolutes NoGo oder eher ein Must-Have? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

 

 

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Autor: Martina Troyer

Martina Troyer ist Kommunikationswirtin und freiberuflich als Online-Redakteurin, PR & Social Media Consultant tätig. Sie entwickelt Webstrategien, optimiert Websites, erstellt Corporate Blogs und berät Unternehmen & UnternehmerInnen zu PR, Social Media & Online-Reputation - rund um einen gelungenen Auftritt im Web 2.0. Daneben interessiert sie sich für Event- & Lifestyle-Themen und gibt das Ü30-Online-Magazin ThirtyUp heraus. Im Web findet man sie auch auf XING, Twitter, Google+ und Facebook.

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